Magdalena Kita

After Post Intellektualism – Nose Art

Kein Nein und kein Ja. Nur noch beides gleichzeitig. Also eventuell vielleicht und eher nein oder ja und alles zur gleichen Zeit im selben Raum.

Die multiple Persönlichkeit im 21. Jahrhundert definiert sich von Moment zu Moment neu. Der Blickwinkel ändert sich, dadurch auch der Standpunkt und die Eigenpositionierung. Die Einigung auf einen festgelegten Stil wäre Stillstand, jedoch ist der gemeinsame Nenner die Bewegung. Intuitiv tappen wir umher und führen dadurch einen Tanz aus. Empathie als Hauptwerkzeug um Zugang zur Zukunft zu erhalten.

Die Gruppe, welche jetzt zur Ausstellung zusammenfindet, ist weder nach intellektuellen noch nach emotionalen Kriterien gewählt worden.
Wir werden uns an das Wie und Weshalb erinnern, wenn wir die Tat bereits vollzogen haben.

Es werden institutionsfremde Orte bespielt. Wohnungen, Kneipen, Saunaklubs usw. um einen kunstneutralen Rahmen zu schaffen. Dieses Vorgehen erlaubt uns die eventuell bestehenden Prägungen und Erwartungshaltungen, die an bestimmte Kunstorte gebunden sind, zu minimieren.
Eine kurzzeitige Etablierung eines Raumes zur zeitgenössischen Kunststätte. Ein alter Hut – aber es gibt keine Konsensthemen.

Die Künstler selbst sind zumeist Leute deren Arbeiten keiner stringenten formalen Linie folgen. Vielmehr breitet sich ein bestimmter sensibler Subtext als Teppich unter dem zusammenhängenden Werkkörper der Schöpfer aus. Dieser gemeinsame Boden kann eher erahnt als in seiner Gesamtheit gesehen werden, da er noch nicht abgeschlossen ist und sich auch nicht vor der Vollendung festlegen lässt.
Als Speerspitze unserer Generation fliegen wir durch den Äther und unsere Nase drängt als erstes voran.

Christian Stefanovici, Köln den 23. Mai 2014

Montag oder Donnerstag
Ich stehe am Scheidepunkt – wie immer. Jedoch weiß ich manchmal um dessen Bestehen.
Wenn ich bewusst bin gelingt es mir mein Werk mit Bewusstsein zu füllen bzw. eine Arbeit mit Ausstrahlung zu schaffen.
Immer etwas anderes - knechtschaftsfrei d.h. ohne stilistische Verpflichtung. (Das ständige Scheitern und Siegen im Nichtwissenwollen der eigenen Grenzen.)
Eigene Worte sind fremde Worte.
Der Zeitgeist sucht sich die Kanäle um sich materialisieren zu können. Ist jemand nicht offen für Neues findet die Idee einen anderen Hermes. (Der sich entfaltende Zeitgeist ist dabei fast kriterienfrei und lässt sich heute durch jede stumpfe oder scharfe Öffnungsform pressen – Fleischwolf Künstler.)
Alles als solches erkanntes ist Kunst - Malerei ist und bleibt Malerei.

Zeit wird gedacht und wir nehmen sie als einen leeren Raum der mit Möbel aller Art gefüllt werden kann war. Das Bau der Möbel und die innenarchitektonische Arbeit z.B. am Interieure und im Garten mit Hollywoodschaukel ist die zu sehende Realität.

C. Stefanovici Köln-Süd, Freitag den 13. Mai 2011

Ich Bin Viele.

Ich brauche Erbauliches - unbedingt.
Das Leben auf dem Nullpunkt „living on the edge“ macht müde. Die ewige Welt der Möglichkeiten, vor dem Massenmord all jener Optionen für die eine Idee, die im hier und jetzt zur Wirklichkeit gekommen/geworden ist.
Ich bin viele, ich besitze einen Schulstuhl auf dessen Holzlehne steht schwarz geschrieben Du sind wir.

Ein Empathogen ist ein Wirkstoff, der dazu führt, dass die unter seinem Einfluss stehende Person das Gefühl hat, mit anderen Menschen zusammen eine Einheit zu bilden, sie zu verstehen, mit ihnen gemeinsam zu fühlen.
Ich war soeben dabei, etwas über Steiner und seiner multiplen Persönlichkeit anzuführen. Darüber bin ich im Web diesen Weg gegangen
http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Persönlichkeitsstörung ->http://de.wikipedia.org/wiki/Rituelle_Gewalt
Das darauf folgende waren sehr niedrig schwingende Felder.
Eigentlich wollte ich etwas Erbauliches und dann stolpere ich über die Pornoindustrie - oh man.

So gehe ich weiter. Die multiple Persönlichkeit verstand ich für mich nicht als Störung sondern als Ausdruck mehrerer Seelen durch ein Mobil oder Körper. Es ist als ob in einem Auto 4 Leute sitzen die je nach ihrer Befindlichkeit fahren - meistens abwechselnd, manchmal auch gleichzeitig.

Optionen oder Möglichkeiten die wir gemeinsam haben werden in einen von uns als wahrscheinlicher wahrgenommenen Jetzt-Zustand gelenkt.
Wenn eine Gruppe begreift, dass diese Optionen dinghaft bestehen und unser Wahrscheinlichkeitsdenken ein Werkzeug ist um diese Vielzahl in ein einziges jetzt gerinnen zu lassen, dann kann diese Gruppe dieses Werkzeug gemeinsam kraftvoller nutzen als ein Individuum.
Die Menschliche Intuition ist ein aktiv nutzbares Werkzeug, das uns gegeben ist, um die Wirklichkeit wie wir sie wahrnehmen, auch kollektiv zu verändern.

Nun ist es so, dass man die auf sehr grober Frequenz schwingenden Realitätsentwürfe nicht bekämpfen kann indem man sich dagegen stellt als sei man ein Boxer. In der Dualität kommt man solchen miesen Bildern nicht anheim mit Werkzeugen der Dualität. Das Vernünftigste ist, dass wir gemeinsam in Liebe sind, ein starkes hochschwingendes Bild der höchsten Liebe visualisieren, welches diese Energie Blockaden integrieren kann, um sie danach aufzulösen. Ein Gefühl der Leichtigkeit, wie wenn ein einst unterirdisches Geschwür am Arsch, als ordinärer Arschpickel aufplatzt und sich mit Klopapier wegwischen lässt.
Oder: Wer am lautesten schreit hat recht.

Wir sind Archive in denen Erfahrungen abgespeichert werden. Diese Erfahrungen werden verarbeitet um daraufhin Folgerungen zu werden.
Wenn sich Archive vernetzen, sind sie in der Lage Erfahrung und Folgerung schneller zu generieren und auch ihr jeweilig individuelles Erfahrungsspektrum/Wissen durch Austausch anzugleichen bzw. zu erhöhen. Das heißt analog für den Menschen, dass wir dank der Kommunikation, Sprache, Empathie fähig sind, auf die Erfahrungen anderer Individuen und sogar von ganzen Seelengruppen zurückzugreifen ohne sie konkret selbst erlebt zu haben um daraufhin gemeinsam Lösungen zu finden, falls Verhärtungen bestehen. Empathie und Intuition sind hierfür die effektivsten Werkzeuge.
Loslassen ist auch super.

C. Stefanovici 2009 oder 2012